Die Dinge an sich

Interactive Kinetic Sculpture, Berlin 2009
In collaboration with Philipp Eibach


Abstract

de: Das »Ding an sich« entspringt der Begriffs- bildung Immanuel Kants. Er bezeichnet es als ein »Seinendes«, welches unabhängig der Tatsache existiert durch ein Subjekt wahrgenommen zu werden, ohne deren 'wahre' Natur feststellen zu können.

Die Arbeit »die Dinge an sich« beschreibt eine kinetische Styroporkugel-Skulptur, welche ihr Wesen und ihr äußeres Erscheinungsbild abhängig vom Betrachter entwickelt. Durch den Akt des beobachtens ändert die Skulptur ihr Wesen und ihre Erscheinungsform – sie wird gewissermaßen lebendig ohne allerdings fest- gelegte Verhaltensmuster erkennen lassen zu können.

Die Skulptur wurde für einen zwei mal zwei Meter großen Glaß-Kubus konzipiert. Innerhalb des Kubes befinden sich zwölf mal zwölf, also 144, autark regelbare Ventilatoren, angesteuert durch individuelle Elektronik und ausgestattet mit verschieden Sensoren. Die Ventilatoren erwecken eine ca. drei cm hohe Styroporkugelschicht zum Leben. Millionen kleiner Styroporkügeln formen sich zu einem Lebewesen, welches so nur in unserer Wahrnehmung existiert.

en: In the philosophy of Immanuel Kant, the »thing-in-itself« (de: »das Ding an sich«) as opposed to what Kant called the phenomenon — the thing as it appears to an observer. Though the noumenal holds the contents of the intelligible world, Kant claimed that man’s speculative reason can only know phenomena and can never penetrate to the noumenon.

The work »die Dinge an sich« functions in the tradition of Immanuel Kant, forming a kinetic — ever changing — Styrofoam Sculpture unobservable in its real nature. The manifestation and the substantiality of the sculpture exists solely in the mind of the observer and his horizon of experience.

The sculpture is build into a glass cube of 2x2x2m. Within this cube 144 independent controllable propellers bring millions of styrofoam spherules to live. The Sculpture gets triggered by several sensors and a custom build tracking system.


See also Philipp's artist profile.
_________